Grüne Vorstösse in der Gemeinde - Archiv 2006

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Drohende Drohnen über Emmen?

Archiv: 29. April 2006

Interpellation von Luzius Hafen und Mitunterzeichnenden, namens der SP/Grüne Fraktion

Am 14. Februar 2006 ist eine Aufklärungsdrohne der Schweizer Luftwaffe 200m von der Landebahn aus unbekannten Gründen auf dem Areal einer Eisenhandlung "fehlgelandet" (wie es so beschönigend in der Medienmitteilung der Armee hiess). Mit grossem Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen und der Sachschaden hält sich in Grenzen. Die Flüge wurden für kurze Zeit eingestellt, über die Ursache des Absturzes hat man bis heute aber nichts erfahren.

Drohnen werden auch über Emmen häufig eingesetzt. War das penetrante Dröhnen bislang vor allem tagsüber und unter der Woche zu ertragen, wird die lärmgeplagte Emmer Bevölkerung zunehmend in ihrer Nachtruhe gestört. Neu werden mit Drohnen auch nächtliche Testflüge zwischen 22 Uhr und 6 Uhr durchgeführt, das BAZL hat vorläufig 10 Testflüge bewilligt. Diese Flüge sind unbegleitet, die Versuchsphase soll bis Ende 2006 dauern.

Zudem sollen Aufklärungsdrohnen der Luftwaffe zukünftig vermehrt für die Verkehrs- und die Grenzüberwachung eingesetzt werden. So wurde der letzte Osterstau von Emmen aus mit der Drohne überwacht. Staus am Gotthard finden vor allem am Wochenende statt. Personen aus dem Einzugsgebiet des Flugplatzes Emmen, die zu Hause bleiben und nicht auch noch zum Stau beitragen, werden zum Dank mit dem Drohnenlärm beschallt.

In diesem Zusammenhang haben wir folgende Fragen an den Gemeinderat:
  1. Welche Gründe haben zum Absturz der Drohne im Februar geführt?
  2. Wie wird die Sicherheit der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen im Zusammenhang mit den Drohnenflügen gewährleistet?
  3. Wozu dienen die nächtlichen Testflüge der Drohnen und inwiefern sind sie notwendig?
  4. Finden die nächtlichen Testflüge der Drohnen nur über dem Flugplatzgelände statt oder auch über bewohntem Gebiet? Was wird bei diesen Flügen beobachtet?
  5. Warum werden die nächtlichen Testflüge nicht im Winterhalbjahr nach dem Eindunkeln und vor 22 Uhr durchgeführt?
  6. Was geschieht nach Abschluss der Versuchsphase im Dezember 2006?
  7. Ist der Gemeinderat bereit, sich für ein Drohnenflugverbot in der Nacht und am Wochenende einzusetzen?